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Auf der CINEC, der inzwischen international bekannten Fachmesse für Filmtechnik und Postproduction, die vom 15.-18. 9.
im Münchner Messezentrum M.O.C. stattfand, gab es heuer eine besondere Attraktion zu bewundern:
Im Rahmen der Ausstellung "Geschichte der Filmtechnik", die der Wiener Filmproduzent und Sammler MIKSCH
zusammen mit dem Filmemacher KRONBERGER gestaltet hatte, führten Verena und Günter PESCHKE aus Mering bei Augsburg
3D-Filme in einem eigens dafür eingerichteten Kino vor.
Sie sind in der einschlägigen 3D-Szene längst keine Unbekannten mehr. Ihr "Super 35-3D"-Verfahren erlebte
seine Weltpremiere auf dem internationalen Kongress des 3D-Bildes im letzten Jahr in Lindau. Es handelt sich dabei um
ein "Zweiband"-Verfahren, bei dem die beiden 3D-Teilbilder auf getrennten 35 mm-Filmbändern aufgenommen
werden. Für die Wiedergabe ist ein speziell konstruierter Doppelprojektor erforderlich, der beide Filme in absolutem
Gleichlauf wiedergeben kann. Natürlich war auch Peschkes aus zwei ARRI II C gebaute und sehr kompakte Aufnahmekamera
ausgestellt, die häufig von Interessenten umlagert war.
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 Günter Peschke |
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Sowohl die Aufnahmekamera als auch der mit Xenonlampen ausgerüstete Doppelprojektor wurden von Günter und Verena
Peschke in etwa 6-jähriger Arbeit selbst entwickelt und gebaut.
Auf der CINEC lief im Stundenrhythmus ihr 11 Minuten langer Demonstrationsfilm "So ein Kino...", der auf dem
Lindauer ISU Kongress erstmals gezeigt wurde und dort die Auszeichnung "Beste 3D-Show des Kongesses" erhielt.
Er stellt in humorvoller Form das neue Filmverfahren vor. Das Besondere dabei: Alle Darsteller in diesem Film sind
Marionetten, die von Albert Maly-Motta und Karl-Heinz Bille, den Leitern des Marionettentheaters der Stadt Bad Tölz,
gebaut und bewegt wurden.
Die Besucher der 19 Vorführungen, insgesamt etwa 900, waren durchwegs sehr angetan von der Qualität der taghellen
3D-Bilder. Die ebenfalls selbst konstruierte transportable Bildwand war 4.5 x 3.4 Meter groß. Die Fachbesucher zeigten
sich beeindruckt vom ausgezeichneten Bildstand sowie von der perfekten Einhaltung aller 3D-Parameter. Die daraus
resultierende ermüdungsfreie Betrachtung veranlasste einige Besucher sogar zu dem Urteil "Besser als IMAX 3-D".
Zahlreiche Kontakte zu Filmtechnikern und Produzenten, die sich für das neue Verfahren interessieren, belohnten Verena
und Günter Peschke für die geleistete Arbeit.
Unter www.3d-film-peschke.de gibt es nähere Informationen zu diesem Verfahren.
Albert Maly-Motta, 26.9.2000 |