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Verena und Günter Peschke, 3D-Filmpioniere aus Mering, hatten am Samstag, den 26.2.2000 zu einem frühen 9-Uhr-Termin
ins Münchner IMAX-Kino im Forum der Technik geladen: Dort fand vor dem Beginn der eigentlichen IMAX-Vorführungen eine
nicht öffentliche Demonstration ihres Super 35 - 3D - Systems statt.
Ca. 60 Zuschauer waren gekommen, um auf der riesigen Leinwand des IMAX die Projektion des Marionetten-Kurzfilms
"So ein Kino" zu sehen. Dieser Film wurde im Frühsommer 1999 im Stegener Marionettentheater gedreht und war
als Beitrag zum Weltkongress der Stereoskopiker in Lindau letzten Sommer konzipiert, wo er großen Beifall fand und den
Sonderpreis für die beste 3D-Show erhielt. Nun erfolgte im IMAX die Münchner "Uraufführung". Mitglieder der
Münchner DGS-Ortsgruppe, der BDFA Film- und Videoclubs, Kollegen der Peschkes sowie die Truppe der im Film agierenden
Puppenspieler um Albert Maly-Motta und Karl-Heinz Bille mit ihren Freunden waren im Publikum vertreten.
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Verena Peschke |
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Zweck der Sache war, die Verwendbarkeit des Verfahrens auch bei Projektion im Großformat zu testen. Hierfür bot sich
das IMAX-Kino an, da es mit 22x16 m die größte Münchner Kinoleinwand besitzt. Diese ist metallisiert und für
3D-Projektion geeignet. Der 3D-Projektor der Peschkes konnte in der unteren Projektionskabine aufgebaut werden, ohne die
reguläre IMAX-Projektion zu beeinträchtigen.
Die Versuchsprojektion war ein voller Erfolg: Der Doppelprojektor erreichte bei einer Bildgröße von 6x8 m hervorragende
Helligkeits- und Bildstandswerte. Die 2x 1400 Watt Xenonlicht erwiesen sich als ausreichend für diese Bildgröße, die auf
der gigantischen IMAX-Wand klein wirkte, aber eine normalgroße Kinoleinwand gefüllt hätte. Der separat von einer
speziellen Tonbandmaschine eingespielte Ton wurde über die IMAX-Anlage wiedergegeben.
Die Zuschauer schmunzelten über die tolpatschigen Erlebnisse eines Filmvorführers, der vom handbetriebenen
Uralt-Projektor auf das supermoderne 3D-System "umsteigt". Die DGS-Fachleute waren begeistert von der guten
3D-Wirkung des Films, der alle stereoskopischen Parameter einhielt und sehr angenehm anzusehen war. Die Puppenspieler
wiederum hatten ihren Spaß daran, ihre nur 40 cm großen Marionetten einmal im Großformat agieren zu sehen.
Im Foyer der 2. Etage gab es die selbskonstruierte 3D-Kamera zu bewundern. Im Anschluss an die Vorführung beantworteten
die Peschkes technische Fragen zu ihrem System, das im Amateurbereich weltweit einmalig ist. (Details können unter
www.3d-film-peschke.de abgerufen werden.)
Es wäre zu wünschen, daß sich bald auch die Profis für dieses Verfahren interessieren. Beim weltweiten Boom der
"special venue" -Filmtheater könnte sich das auf dem konventionellen 35-mm-Film basierende Verfahren
vielleicht als Alternative zu den extrem kostspieligen Sonderfilmformaten anbieten.
A. Maly-Motta 27.2. 2000 |