Aufnahme von Stereobildern


Für ein 3D-Foto benötigt man zwei Teilbilder, für jedes Auge eines. Die Teilbilder müssen seitlich versetzt sein, dürfen aber weder gegeneinander verdreht noch verkantet sein. Auch ist der Abstand der beiden Teilbilder voneinander wichtig für den Eindruck von Raumtiefe.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese beiden Teilbilder aufzunehmen.

Am einfachsten benutzt man eine 3D-Kamera. Das ist eine Kamera mit zwei Aufnahmeobjektiven. Diese Objektive haben ungefähr Augenabstand (65mm, die Stereobasis).

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zwei gleiche Kameras (im Hochformat, Abstand ebenfalls ca.65mm) fest nebeneinander zu montieren. Diese Kameras müssen gleichzeitig ausgelöst werden. Dies erfordert gewöhnlich technisches Geschick und Bastelarbeit.

Die dritte Möglichkeit sieht die Benutzung eines Schiebeschlittens vor. Die Kamera wird (im Querformat) auf dem Schiebeschlitten befestigt. Nach dem Auslösen für das erste Teilbild wird die Kamera um die Stereobasis verschoben. Dann wird das zweite Teilbild fotografiert.

Bei diesem Verfahren können nur Aufnahmen von sich nicht bewegenden Motiven gemacht werden. Ideal ist diese Methode für Makro-Innenaufnahmen, ungeeignet dagegen für Landschaften. Vorüberziehende Wolken oder sich bewegende Blätter verursachen Veränderungen in den Teilbildern, die beim Betrachten als störend empfunden werden.


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